Logo

Achtung:

Wir suchen Personal Für Infos hier klicken!
Bei Interesse bitte melden!


Informationen über den First Responder

Am 1.April 2003 startete das First-Responder-Projekt.

  • Bereitschaft: seit 01.04.03 ununterbrochen
  • Einsatzgebiet:Gemeinde Oberdolling, Gemeinde Mindelstetten, Markt Altmannstein, Gemeinde Großmehring (teilw.), Gemeinde Kösching (teilw.), Stadt Vohburg (teilw.)
  • Personal: 26 ausgebildete First-Responder-Kräfte

Ausrüstung und Fahrzeug



Für den Dienst steht ein PKW Audi Q5 (Funkrufname Florian Oberdolling 79/1) zur Verfügung. Im Fahrzeug befindet sich u.a. eine Notfallrucksack. Dieser beinhaltet die Ausrüstung für die Stabilisierung des Kreislaufes und der Beatmung, Verbandszueg, Stifneks, das Frühdefibrillationsgerät (AED), ein Pulsoximeter sowie ein Kindernotfallkoffer. Mit diesem Fahrzeug kann erforderlichenfalls die medizinische Besatzung eines Rettungshubschraubers zum Einsatzort gebracht werden.


Was ist First-Responder?

Für eine schnelle Eingreifmannschaft hat sich der Begriff "First-Responder" (engl. "erste Antwort" oder "zuerst Eintreffender") durchgesetzt. First-Responder sind ein zusätzliches Glied in der Rettungskette zwischen der Laienhilfe und dem qualifizierten Rettungsdienst. Mit der Novelle des Bayerischen Rettungsdienstgesetz, die zum 1. Januar 1998 in Kraft getreten ist, wurde erstmals in einem Gesetz der auch als "First-Responder" bezeichnete "Helfer vor Ort" verankert. Als "Helfer vor Ort" kommen Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr und/oder der örtlichen Hilfsorganisationen als organisierte Hilfe bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes zum Einsatz und zwar insbesondere dann, wenn der Rettungsdienst auf Grund langer Anfahrten oder auch wegen Überlastung nicht rechtzeitig eintreffen kann.



Alarmierung und Einsätze

Auf Anforderung der Rettungsleistelle Ingolstadt werden über Funkmeldeempfänger die First-Responder-Kräfte der Feuerwehr Oberdolling, begleitend zum Rettungsdienst, alarmiert. In der Regel treffen die First-Responder-Kräfte ca. 5 Minuten vor dem Rettungsdienst am Einsatzort ein.



Ausbildung zum First-Responder

Abgeschlossene Feuerwehrgrundausbildung bestehend aus:
Truppmannausbildung (u.a. 16 Std. Erste Hilfe)
Truppführerausbildung (u.a. 2 Std. Einsatz von Sanitäts- und Wiederbelebungsgerät)
First-Responder-Ausbildung:
46 Std. Sanitätshelfer - Lehrgang mit Prüfung
8 Std. Frühdefibrillation - Ausbildung mit Prüfung



Einsatzstichworte für First-Responder

  • akute Atemstörungen (mit Atemnot, Schnappatmung, Erstickungsanfall, Blauverfärbung der Haut oder Rasseln über die Lunge)
  • fortbestehende Bewußtlosigkeit gleich welcher Ursache (keine Reaktion auf Ansprache und Schmerzen)
  • akute Kreislaufstörungen ( z.B. Schock, Verdacht auf Herzinfarkt)
  • besondere Unfallsituationen mit schweren Verletzungen (evtl. zusätzlich zum Feuerwehr Alarm)

Vorteile einer schnellen Notfallhilfe durch die First-Responder


Die Helfer vor Ort haben meist eine sehr gute Ortskenntnis und sind so oft schneller beim Patienten Das therapiefreie Intervall (Zeit ohne gezielte Hilfe zwischen Alarmierung und Eintreffen des Rettungsdienstes) wird wesentlich verkürzt. Lebensrettende Sofortmaßnahmen können zwischen fünf und zehn Minuten schneller als bisher eingeleitet werden. Schnelle Rückmeldungen an den Rettungsdienst sind möglich und erleichtern diesem die Vorbereitung des Einsatzes Der Rettungsdienst wird eingewiesen und unterstützt. Der Rettungshubschrauber (RTH) kann ggf. zur Landung eingewiesen werden, die Besatzung des RTH wird zur Einsatzstelle transportiert.

Zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland gehören die Herzerkrankungen. In der Mehrzahl der Fälle bleibt das Herz aber nicht einfach stehen, sondern weist eine vollkommen unkoordinierte elektrische Erregungsleitung auf - sog. Herzkammerflimmern. In diesem Zustand ist der Patient bereits bewusstlos, kann aber mit der richtigen Behandlung mit hoher Wahrscheinlichkeit wiederbelebt werden. Die einzig richtige Behandlung in diesen Fällen ist zum frühest möglichen Zeitpunkt elektrisch zu defibrillieren. Lange Zeit galt die Defibrillation als rein ärztliche Maßnahme. Studien in USA und Pilotprojekte in Europa haben aber gezeigt, dass auch paramedizinisches Personal (Rettungsassistenten, Rettungssanitäter) mit der entsprechenden Ausbildung die Defibrillation sicher zum Wohle des Patienten durchführen kann. Heute stehen sogenannte Automatische Externe Defibrillatoren (AED) zur Verfügung, die das EKG des Patienten analysieren und bei Bedarf einen Defibrillationsschock empfehlen. Dadurch wird die Behandlungsmethode einem noch weiteren Bedienerkreis eröffnet. Der Ausbildungsaufwand für die Benutzung dieser handlichen Geräte ist gering.